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Einstieg – Henschen, Patrick

26. April 2018

Einstieg – Patrick Henschen.pdf

 

In wenigen Wochen beginnen die Studierenden in ihren Schulklassen das Projekt Zeitungsleser-Weltentdecker. Der Einstieg erweist als kritischer Moment, denn die SchülerInnen sollen für das Lesen und für den Umgang mit Zeitungen motiviert werden. Natürlich hängt dieser auch nach der jeweiligen Schulform und Klassenstufe sowie von den Stärken und Schwächer der jeweiligen Klassen ab.

Transparenz kann sich hier als hilfreicher Ansatz erweisen, denn über die Reflektion der eigenen Leseerfahrung und des eigenen Umganges mit Zeitungen lassen sich sicherlich Identifikationsmomente für die SchülerInnen ableiten oder auch die allgemeine Problematik deutlich machen lassen. Ein persönliches Anliegen kann auch dazu führen, dass die fremde Situation im Schulalltag aufgelöst wird. Und den Studierenden kann ein transparenter Umgang mit dem Thema bei der Findung der angestrebten Lernziele helfen.

Bei der Vorstellung der Themen kann es weiterhin helfen, die SchülerInnen einzubinden. Denn wird inhaltliches Interesse als Weg zu einer aktiveren und intensiveren Lesepraxis gesehen, so würde ein striktes Vorgeben von Themen wenig fruchtbar sein. Während des Projekts sollten unbedingt Lesepraktiken wie das silent reading oder ein Lesetagebuch Bestandteil der Unterrichtseinheiten sein. Allerdings sollte Raum für lokale oder aktuelle Themen sein, gemeint sind hier schulpolitische, örtliche oder zeitgeistliche Aspekte, die die Kinder und Jugendlichen betreffen und beschäftigen. Als Ziel könnte formuliert werden, das Lesen nicht mehr als Pflicht zu bestimmen, sondern als Chance. Genau dabei können nahe liegende Themen helfen.

Schließlich kann auch eine vorbereitete Struktur den SchülerInnen eine gewisse Sicherheit bereitstellen. Sind die Studierenden sich ihren jeweiligen Konzepten und Unterrichtsinhalten, scheint es naheliegend, dass sie auch ihr Vorgehen und den Aufbau ihrer Projektarbeit entsprechend vermitteln können. Vermutlich muss dabei nicht jede einzelne Einheit des Unterrichts durchgeplant sein und Raum für Anpassungen und Flexibilität können dem Projekt auch nicht schaden. Dennoch sollten sowohl die Projektinhalte als auch der Projektrahmen beziehungsweise der rote Faden von Beginn an feststehen. Diese Struktur kann in groben Zügen auch von Beginn an präsentiert werden.

Eine bestimmte Struktur kann innerhalb der Lerneinheiten hilfreich sein. Zur Gewöhnung und zur regelmäßigen Praktik kann eine festgelegte Struktur das Üben und Verinnerlichen der jeweiligen Lesepraktiken hilfreich sein. Der Vorteil einer vorüberlegten Unterrichtsstruktur liegt in der Regelmäßigkeit und den disziplinären Aspekten. Die Praktik einer Wochenzeitung basiert auf regelmäßiger Wiederkehr und Selbstorganisation und entsprechend kann dies auch auf die wöchentlichen Stunden angewendet werden.

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