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Original-Berichte aus der LZ

25. April 2017

LZ-LZG[-_]31_03_2014 (Seite 6)

LZ-LZG[-_]28_01_2017 (Seite 13)

LZ-LZG[-_]01_04_2014 (Seite 3)

Weitere Berichte; Anmerkungen am Schluss

22. April 2017

Wie gut geht es unseren Schweinen? Anzeige gegen Schweinehalter wirft Fragen auf

(mfr) Eine Fahrradtour endete für eine junge Frau in Gellersen am vergangenen Donnerstag in einem Horrortrip: Auf der Suche nach Hilfe nach einem Schwächeanfall stieß die Lüneburgerin in einem Mastbetrieb auf schwer verletzte und tote Schweine – eingepfercht zusammen mit lebenden Tieren. Die umgehend informierte Polizei konnte nach ersten Untersuchungen keine Straftat feststellen, schaltete aber das Veterinärsamt ein, welches bestätigte, dass der Landwirt gegen Tierschutzbestimmungen verstoße. Dieser wollte sich gegenüber der LZ nicht äußern. Es wurde Anzeige erstattet.

Dieter Ruhnke vom niedersächsischen Tierschutzbund gab gegenüber der LZ zu bedenken, dass „der Vollzug gestärkt werden“ müsse, um Missstände besser aufdecken zu können. Fahrlässigkeit stehe bei Tierquälerei zudem bisher nicht unter Strafe. Auch Michaela Dämmrich, Landesbeauftrage für Tierschutz, stellt klar: „Der Fall zeigt, dass staatliche Behörden häufiger unangekündigt Kontrollen in Tierhaltungen durchführen sollten“.

Thorsten Riggert vom Bauernverband Nordostniedersachen mahnt jedoch zur Vorsicht: Außenstehende könnten nicht beurteilen, wann ernstzunehmende Tierschutzverstöße vorlägen. Auch sei Hausfriedensbruch nicht mit bloßen Verdacht zu rechtfertigen. Dr. Edmund Haferbeck von der Tierrechtsorganisation PETA erinnert in diesem Zusammenhang jedoch daran, dass Hausfriedensbruch keine Straftat darstelle, „wenn höherrangiges Recht“ vorherrsche – was in diesem Fall durchaus vorliegen könne. Laut Maik Hieke, einem Lüneburger Fachanwalt für Agrarrecht, habe der Landwirt im schlimmsten Fall mit der Schließung des Betriebes zu rechnen.   (Marius)

 

 

Bananenspinne im Supermarkt

Bananenspinne am Samstag durch Mitarbeiterin in Lüneburger Supermarkt entdeckt

Lüneburg. In einem Lager eines Lüneburger Supermarktes wurde am Samstag eine Bananen-spinne gefunden. Eine Mitarbeiterin fand diese beim Sortieren der angelieferten Bananenkis-ten. Daraufhin wurde die Lüneburger Polizei alarmiert und weitere Schritte eingeleitet.

Der anfängliche Verdacht, dass es sich bei der drei Zentimeter großen, gelb gefärbten Spinnen um die giftige brasilianische Wanderspinne handle, hat sich nach Aussagen des Spinnsachver-ständigen des Zolls vom Hamburger Hafen erhärtet. Laut diesem handle es sich bei der hier gefunden Spinne um ein kleines Exemplar, das aber bereits giftig sei und bei Störung aggressiv wird. Die eindeutige Identifizierung folgt am Montagvormittag. Vorschlag des Spinnensach-verständigen ist es, von dieser Abstand zu halten und die Feuerwehr zu verständigen, wenn diese gesichtet wird. Die Mitarbeiterin, die die Spinne gefunden hat, bestätigt, dass weitere Maßnahmen im Supermarkt eingeleitet wurden, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Bananenspinnen dort befinden. Nach den Untersuchungen im Supermarkt wurde die Spinne in ein Tierheim gebracht. Was mit der Spinne nach dem Aufenthalt im Tierheim passieren soll ist noch nicht endgültig geklärt, so Polizeisprecher Richter.

Der Fund der brasilianischen Wanderspinne ist nicht einzigartig. Laut dem Spinnensachver-ständigen kommt dies aufgrund der Globalisierung ab und zu vor.    Kristina Lindstedt Zeitungsleser-Weltentdecker SoSe 2017

 

 

 

 

 

 

Überraschung in der Obstkiste- giftige Wanderspinne in Lüneburger

Supermarktlieferung gefunden

Lüneburg, vergangenen Samstag: gegen 13:32 Uhr erreichte die Polizei eine Alarmierung

durch einen Supermarktmitarbeiter. Bei der routinemäßigen Bananenlieferung wurde im Lager

des Supermarktes eine Spinne im Obstkarton mitentdeckt und provisorisch in einem kleineren

Karton eingefangen. Die Kiste ist zuvor nicht in den Verkauf gegangen. Polizeisprecher Kai

Richter zufolge handelte es sich bei dem gefundenen Tier um ein etwa drei Zentimeter großes

Exemplar mit auffällig gelber Färbung. Die Spinne wurde vorläufig an das Tierheim Lüneburg

zur Verwahrung übergeben. Laut der Tierheimleiterin Selina Martens war die

Spinnenaufbewahrung bislang ein Einzelfall. Das Heim behandelt die Spinne mit großem

Respekt. Momentan befindet sie sich in einem Terrarium, welches von zwei Kästen und einem

Schloss umgeben in einem abgeschlossenen Raum steht. Die Tierpfleger seien keine

Spezialisten und das Heim allgemein nur für Haustiere ausgelegt, wodurch eine endgültige

Bleibe der Spinne ausgeschlossen ist. Eine folgende Fotountersuchung durch den Hamburger

Spinnensachverständigen Heiner Müller, welcher regulär beim Zoll im Hamburger Hafen tätig

ist, stellte mit hoher Wahrscheinlichkeit heraus, dass es sich bei dem Exemplar um eine

brasilianische Wanderspinne handelte. Eine endgültige Identifizierung vor Ort findet jedoch

erst Montagfrüh statt. Bei Störung verhält sich die Art extrem aggressiv. Kommt es infolge zu

einem Biss, kann dieser lebensgefährlich werden. Bei der gefundenen Spinne im Lüneburger

Supermarkt handelte es sich zwar noch um ein kleines Exemplar, allerdings seien diese dennoch

äußerst gefährlich. Müller zufolge kommen derartige Vorfälle immer wieder vereinzelt vor und

seien ein Ergebnis der heutigen globalisierten Welt. Ein solcher Fall ließe sich nicht verhindern.

Sollte eine Privatperson jemals auf eine brasilianische Wanderspinne stoßen, rät der Experte

Abstand zu halten und die Feuerwehr zu alarmieren. Wie es nun mit der Supermarktspinne

weitergeht ist noch offen. Das Museum Hannover hat jedoch Interesse geäußert.

L.K.

„Missstände im Schweinestall“

Lüneburg. Zwischen Zivilcourage und Hausfriedensbruch: Eine Ortsansässige deckt den verwahrlosten Zustand des Stalles eines Schweinemastbauern auf und erstattet Anzeige. Während Tierschützer ihren Mut loben warnt der Bauernverband Nordostniedersachsen vor dem unbefugten Eindringen in fremden Privatbesitz.
Vergangenen Sonntag habe sich die junge Frau mit ihrem Fahrrad in der Nähe des Ortrandes ihres Dorfes aufgehalten, als sie ein Schwindel überkommt. Auf der Suche nach Hilfe dringt sie in den Stall des besagten Schweinemastbauern ein. Die Tür habe offen gestanden. Drinnen habe sich ihr der verheerende Lebenszustand der Tiere eröffnet. Mittels einer Kamera und einer Taschenlampe filmt die Frau das Innere des Stalles. Auf dem Video sieht man Schweinekadaver, zwischen ihnen lebendige Tiere, manche sind verletzt: „Hier werden lebende Schweine mit Toten gemischt.“

Kurz darauf informiert sie die Polizei Lüneburg. Als diese noch am selben Tag Beamte zum Ort des Vorfalls schickt, können diese jedoch nichts feststellen. Folgend nimmt die Polizei erneut Kontakt mit der Frau auf. Diese erstattet Anzeige gegen den Landwirt. Es kommt zu einer weiteren Kontrolle des Stalles, als dessen Ergebnis die Polizei das Veterinäramt informiert. Der Landwirt selbst will sich zu diesem Fall nicht äußern, räumte im Gespräch mit der Polizei jedoch den Tod einiger Tiere ein.

Pressesprecherin des Landkreises (Veterinäramt) Katrin Holzmann bestätigt den Verstoß des Landwirtes gegen die Bestimmungen des Tierschutzes. Auf Rat der Amtstierärztin ordnet das Veterinäramt Maßnahmen zum Tierschutz an, deren Umsetzung stetig überprüft werden sollen. Ob seitens des Amtes ein Strafverfahren eingeleitet wird ist noch offen.

Der Fall steht im Zentrum einer weitläufigen Grundsatzdiskussion: Inwiefern heiligt der Zweck die Mittel? Ist es rechtens unbefugter Weise in den Privatbereich eines fremden einzudringen, wenn es im Sinne Tierschutzes steht?
Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen Tierschutzbund, fordert juristischen Fortschritt. Tierquälerei werde wie ein „Kinderstreich“ abgetan, sodass Sühne und Präventionsfunktion ausblieben. Als einen erschwerenden Faktor nennt Ruhnke unter anderem „mangelnde Zivilcourage“.

Ihm gegenüber steht Thorsten Riggert, Schweinehalter und Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. „Außenstehende“ könnten das tatsächliche Geschehen nicht einschätzen, dazu fehlten ihnen unter anderem Kenntnisse über die Gesamtanzahl an Tieren, die der Landwirt hält. Das Handeln der jungen Frau entspreche einem Einbruch. An Stelle von Selbstjustiz regt Thorsten Riggert dazu an „Recht und Ordnung“ den Behörden zu überlassen.

Wie das Gericht den Fall bewertet bleibt offen. Fest steht, dass der Tierschützerin, sowie dem Landwirt eine Geldstrafe und im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe droht.

A.v.A

Am Samstag löste der Fund einer Spinne in einem Lüneburger Supermarkt einen Polizeieinsatz aus.

Während des Sortierens der frisch angelieferten Bananen, fiel einer Angestellten des örtlichen Supermarktes ein ungewöhnlicher dunkler Fleck auf. Was zunächst als Schimmel oder eine braune Stelle schien, stellte sich als etwa 3cm große Spinne heraus.

Silke Kamphausen, welche die Bananenlieferung inspizierte habe „schon öfter gelesen, dass hochgiftige Spinnen mit Bananen nach Deutschland kommen“. Mithilfe ihrer Kollegen, konnte die Spinne eingefangen und in einem Einmachglas sichergestellt werden.

Tatsächlich existieren Spinnenarten wie die Bananenspinne. Diese Spinnenart gilt als extrem giftig. Aus diesem Grund wurde die Polizei alarmiert. Die herbeigerufenen Beamten gaben das Tier zunächst zur Verwahrung ins Tierheim und schickten ein Foto der Spinne an einen Fachverständigen. Dieser konnte die Spinne sehr schnell als brasilianische Wanderspinne identifizieren. Für die genauere Identifizierung ist ein Termin am Montagmorgen vorgesehen. Das Exemplar im Supermarkt sei zwar noch sehr klein, aber trotzdem extrem gefährlich. Bei Störungen reagiert die Spinne sehr aggressiv und ein „Biss kann lebensgefährlich werden“, so der Spinnensachverständige des Zolls Hamburger Hafen, Heiner Müller. In einer globalisierten Welt kann ein solcher Fund in Bananenkisten durchaus vorkommen. Der Experte rät: „Bei Sichtung Abstand halten , Feuerwehr alarmieren“.

Die Bananenlieferung des Lüneburger Supermarktes wurde noch am selben Tag von einem Kammerjäger durchsucht und für Spinnenfrei erklärt. Glücklicherweise sind auch keine der Bananen in den Verkauf gegangen.

Silke Kamphausen sei „erst im Nachhinein klar geworden, wie gefährlich war“. Die unglückliche Finderin habe „erstmal keinen Appetit auf Bananen“. (Jokkel)

 

Giftige Bananenspinne in Lüneburg

Eine Mitarbeiterin eines Lüneburger Supermarktes entdeckte am Samstag in einer frisch gelieferten Bananenkiste eine Bananenspinne. Die Polizei wurde umgehend alarmiert. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte am Samstag um 13.32 Uhr ein Mitarbeiter eines Lüneburger Supermarktes die Polizei. In einer Bananenkiste wurde eine Spinne entdeckt, die bereits von den Mitarbeitern des Supermarktes in einem kleinen Karton eingefangen wurde. Die nach Polizeiangaben circa 3 Zentimeter große Spinne, besitze eine auffällig gelbe Farbe. Spinnensachverständiger Heiner Müller vom Zoll Hamburger Hafen, dem ein Foto zugesandt wurde, äußerte daraufhin den Verdacht, dass es sich mit ziemlicher Sicherheit um die brasilianische Wanderspinne, auch als Bananenspinne bekannt, handele. Eine endgültige Identifizierung erfolge erst vor Ort. Obwohl die brasilianische Wanderspinne keine große Spinne ist, gelte sie trotzdem als extrem gefährlich, da ihr Biss lebensgefährlich werden könne, so Spinnensachverständiger Heiner Müller. Die brasilianische Wanderspinne reagiere bei einer Störung äußerst aggressiv. Deshalb solle Abstand gehalten werden und die Feuerwehr alarmiert werden, wenn eine Bananenspinne entdeckt werde.

Supermarktmitarbeiterin Silke Kamphausen kam mit einem Schrecken davon. Erst im Nachhinein sei ihr klar geworden, wie gefährlich die Situation eigentlich war. Ein Kammerjäger wurde gerufen, konnte aber keine weiteren Spinnen finden. Übergangsweise werde die Spinne im Tierheim Lüneburg aufbewahrt. Leiterin Selina Martens betont aber, dass das Tierheim nicht auf solche Fälle spezialisiert sei und wirklich nur übergangsweise zur Verfügung stehe, da sich keine andere Einrichtung gefunden habe. Derzeit befindet sich die Bananenspinne in einem mehrfach gesicherten Terrarium. Die Zukunft der Spinne sei daher noch offen. Eventuell bestehe Interesse seitens des Museums Hannover. Von Lennart und Simon

Missstände im Schweinestall

In einem Schweinestall im Landkreis hat eine junge Frau tierschutzgefährdende Zustände aufgedeckt. Am Sonntag dieser Woche sei sie auf dem Fahrrad unterwegs gewesen als ihr auf einmal schwindelig geworden sei. Auf der Suche nach Hilfe begab sie sich zu einem nahen gelegenen Schweinestall. Als niemand auf ihr Klopfen reagierte, sei sie in den Stall gegangen. Dort fand sie nach eigenen Angaben mehrere stark verletzte Schweine und eines, das tot in seiner Box lag. Als Beweis drehte die Frau ein Video mit ihrem Handy. Umgehend nach ihrer Entdeckung informierte sie die Polizei.

Die Polizei selbst konnte bei ihrer Nachprüfung am selben Tag die angegebenen rechtswidrigen Haltungsbedingungen nicht bestätigen. Nach weiterer Nachfrage hätte der betroffene Landwirt allerdings ausgesagt, dass tatsächlich Schweine gestorben seien. Damit sei der Fall nun Sache des Veterinäramts, meint Pressesprecher der Polizei Kai Richter.

„Ja, der Landwirt hat in der Schweinehaltung gegen Bestimmungen des Tierschutzes verstoßen.“, äußert die Zuständige Katrin Holzmann vom Veterinäramt des Landkreises Lüneburg. Bei einer unangekündigten Untersuchung am Montag sei dies festgestellt worden. Nun würde geprüft, ob ein Strafverfahren eingeleitet werden muss. Allerdings kündigt das Amt im Nachhinein noch mit, dass „die Veterinärin Maßnahmen zum Tierschutz anordnete, die der Tierhalter inzwischen umgesetzt hat.“ Die Überwachung der Umsetzung wird weiterhin sichergestellt.

Trotzdem bleiben die Beweggründe der jungen Fahrradfahrerin fragwürdig, da ihr Vorgehen durchaus als Hausfriedensbruch und damit als Straftat gewertet werden kann, meint der Fachanwalt für Agrarrecht Maik Hieke. Für die Frau, genauso wie für den Landwirt gilt: „Die Konsequenzen für den Täter können von einer Geld- bis zur Gefängnisstrafe reichen.“ Zudem bleibt fraglich, ob die Frau nicht doch im Sinne des Tierschutzes ermittelt hat, obwohl sie laut eigenen Angaben keiner Tierschutzorganisation oder Ähnlichem angehört. „Ich konnte nicht anders. Und nachdem ich gesehen habe, was da los war, musste ich etwas tun.“, sagt sie. Hierzu gehen die Meinungen auseinander. Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung von PETA erklärt, dass mit Hilfe verdeckter Ermittlung und Zivilcourage schon etliche Tierschutzverstöße aufgedeckt worden seien. Dabei sei es nie zu Verurteilungen wegen Hausfriedensbruch gekommen, da „höherrangiges Recht“ vorgeherrscht habe. Behörden würden viel zu oft versagen.

Das sieht Thorsten Riggert, Schweinehalter und Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen, anders: „Außenstehende können die Situation oft nicht richtig beurteilen und haben keine echte Kenntnis über das Geschehene.“ Er stellt das Handeln der Frau in Frage und findet ihre Erläuterung mehr als fragwürdig. Sie dürfe sich nicht einfach Zugang zum Eigentum anderer verschaffen.

Einzig der angeklagte Landwirt will sich nicht zu den Anschuldigungen äußern. So bleibt es Sache des Lüneburger Landesgerichts sich den Vorwürfen anzunehmen und im Sinne der Rechtsprechung zu handeln.                                         Nina Mumm

 

Giftige Bananenspinne versetzt Supermarktmitarbeiterin in Angst und Schrecken

Lüneburg. In der Bananenlieferung eines Supermarktes befand sich am Samstag vermutlich eine hochgiftige brasilianische Wanderspinne. Die Mitarbeiterin Silke Kamphausen (48) bemerkte die Spinne beim Sortieren der Bananen und alarmierte mit ihren Kollegen die Polizei.

Beim Ordnen des neu angelieferten Obstes fand Silke Kamphausen eine Spinne im Bananenkarton. Gemeinsam mit ihren Kollegen rief sie die Polizei. Ein Mitarbeiter fing das gefährliche Tier mithilfe eines Einmachglases ein und sperrte es in eine Kiste. Zudem alarmierte der Supermarkt einen Kammerjäger. Dieser durchsuchte alle Kisten und vergewisserte, dass sich keine weiteren Tiere in den Kartons befanden. Nach Angaben des Polizeisprechers Kai Richter habe die Polizei die Spinne sichergestellt und ein Foto an den Spinnensachverständiger Heiner Müller, geschickt. Dieser vermutet, dass es sich bei dem etwa drei Zentimeter großen, gelben Tier um eine brasilianische Wanderspinne handle. Eine endgültige Identifizierung findet jedoch erst Montagfrüh im „Tierheim Lüneburg“ statt. Dort wurde die Spinne vorübergehend zur Aufbewahrung hingebracht. Die Leiterin Selina Martens hofft, dass das giftige Tier bald das Tierheim wieder verlässt, da sie keine Spezialistin ist und die Spinne nur aufgenommen hat, weil am Wochenende keine andere Unterkunft gefunden wurde. Wie es mit der Spinne weitergeht, ist nach K. Richter noch unklar. Eventuell habe das „Museum Hannover“ Interesse an dem giftigen Tier.

Laut H. Müller sei ein solcher Fund aufgrund der Globalisierung kein Einzelfall. Seiner Auffassung nach seien brasilianische Wanderspinnen sehr gefährlich. Ihr Biss könne lebensbedrohlich werden. Deshalb sei es wichtig, dass bei ihrer Sichtung Abstand gehalten und umgehend die Feuerwehr alarmiert werde. (KMM, Fitsch)

 

Missstände im Schweinestall

Lüneburg. Bei einer Fahrradtour am Sonntag wird eine Frau nach eigenen Angaben auf „furchtbare Gerüche“ aus einem Schweinestall am Ortsrand ihres Dorfes aufmerksam. Sie hat die Chance mit ihrem Handy eine Aufnahme des Schweinestalls zu machen. Das Video wurde der Redaktion der LZ zur Verfügung gestellt. Zu sehen ist eine Box im Schweinestall, durch einen Lichtstrahl wird ein totes Schwein in der Ecke der Box angeleuchtet. Der Bauch des Schweines ist aufgedunsen. In der Box sind mehrere Schweine untergebracht. Ein weiteres Schwein liegt reglos auf der Seite. Davor stehen weitere zwei Schweine. Eins davon hat ein abgeknicktes Bein und eine offene Wunde. Zurück Zuhause informiert die Frau die Polizei Lüneburg über die Missstände. Die Polizei hätte aber kurze Zeit später am Schweinestall nichts feststellen können, dafür hat auch Kai Richter, Pressesprecher der Polizei keine Erklärung. Am Montag nahm die Polizei erneut Kontakt zu der Frau auf. Der Schweinestall und der Landwirt wurden erneut überprüft. Dieser bestätigte der Polizei, das Tiere in seinem Stall gestorben seien, will sich jedoch nicht weiter zu dem Fall äußern. Die Polizei übergibt den Fall an das Veterinäramt. Die Pressesprecherin des Landkreises (Veterinäramt) Katrin Holzmann bestätig, dass der Landwirt gegen Bestimmungen des Tierschutzes verstoßen hat. Nun muss geprüft werden, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird. Schriftlich teilte der Kreis mit, dass dieser die Umsetzungen der Maßnahmen überwache und den Schweinemastbetrieb im Blick behalten würde. Thorsten Riggert, Schweinehalter und Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen, ist der Meinung dass die Situation für Außenstehende nicht zu beurteilen sei und hält das Vorgehen der Frau für mehr als fragwürdig. Die Frau ist nach eigenen Angaben durch die offen stehende Tür in den Schweinestall gelangt. Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Recht uns Wissenschaftsabteilung bei der Tierrechtsorganisation PETA, kommentiert hierzu: „[…] dass der Bagatellbestraftatbestand des Hausfriedenbruchs (Paragraf 123 StGB) dann keine Straftat ist, wenn „höherrangiges Recht“ vorherrscht und deshalb das Hausrecht eines Betroffenen […] gebrochen wird.“

Folgen für die Rettungsaktion der Frau kann es laut Maik Hieke, Lüneburger Fachanwalt für Agrarrecht, dennoch geben. Ohne Erlaubnis in private Anlagen einzudringen ist Hausfriedensbruch. Sollten durch das Eindringen der Frau Keime in den Stall gelangt sein, liegt zudem Sachbeschädigung vor. Die Konsequenzen reichen von Geld- bis zu einer Haftstrafe. „Aktivsten“, so Hieke, könnten sich auf Rechtfertigungsgründe (Notstand) berufen und einer Bestrafung entgehen.

Für den Landwirt gibt es bei Verstoß gegen das Tierschutzgesetz verschiedene, rechtliche Folgen. Es kann durch das Veterinäramt zur Beseitigung der festgestellten Verstöße kommen, sogar bis zur Schließung des Betriebes. Zusätzlich könne die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren einleiten. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe, bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

„Wenn Bürger von Verstößen gegen den Tierschutz erfahren, sollten sie diese umgehen den zuständigen Behörden oder im akuten Notfall der Polizei melden und etwaige Foto- und Videoaufnahmen zur Verfügung stellen. Der Fall zeigt, dass staatliche Behörden häufiger unangekündigte Kontrollen in Tierhaltungen durchführten sollten“, so Michaela Dämmrich, Landesbeauftragte für Tierschutz. Np, Ak, Jr

(von Alina Knabbe, Nina Preißinger, Juliane Reich)

Missstände im Schweinestall

Eine junge Frau erstattet Anzeige gegen einen Landwirt in der Umgebung von Lüneburg. Diese Frau sei am Wochenende aufgrund einer Schwindel-Attacke auf dem Heimweg hilfesuchend in den Schweinestall dieses Landwirtes gegangen. Dort habe Sie nach eigenen Angaben lebendige, verletzte und tote Schweine nebeneinander vorgefunden. Sie hielt ihre Eindrücke mit einer Handy-Kamera durch eine Videoaufnahme fest und zeigte dies später den Kollegen der Redaktion. Die Polizei wurde gleich am Sonntag durch die junge Frau informiert und suchte nach eigenen Angaben den Stall noch am selben Tag auf. Nach eigenen Ermittlungen fanden die Kollegen der Justiz vor Ort allerdings nicht die geschilderte Lage. Im Gespräch mit dem Landwirt räumte dieser aber ein, dass Tiere gestorben sein. Am Mittag trugen die Polizisten diese Information an das Veterinäramt weiter. Der Landwirt selbst entzog sich einer Stellungnahme der Zeitung gegenüber. Die Pressesprecherin des Veterinäramtes im Landkreis, Katrin Holzmann, bestätigt, dass es im beschriebenen Fall Verstöße gegen den Tierschutz gegeben habe. Entsprechende Maßnahmen sein angeordnet, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird, werde noch geprüft. Laut Frau Holzmann habe der Tierhalter die Maßnahmen bereits umgesetzt und der Schweinemastbetrieb werde weiterhin im Blick behalten. Nicht nur die Entdeckung durch die Lüneburgerin, sondern auch der Umstand der Entdeckung wurde diskutiert. Es werden verschiedene Stimmen laut und driften weit auseinander. Einige werfen der Entdeckerin eine unrechtsmäßige Einmischung vor, zum Beispiel Thorsten Riggert, Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. Gleichzeitig kommen aus Richtung der Tierrechtsorganisation PETA kräftige Worte der Unterstützung. Die Richtigkeit des Handelns der Klägerin bleibt also dahingestellt, die Tiere jedoch können sich bei diesem Landwirt nun erst einmal in Sicherheit wiegen. kel.

 

Tödliche Überraschung in der Bananenkiste

Lüneburg (buh). Mitarbeiter eines Supermarktes in Lüneburg entdeckten am Samstagmittag eine hochgiftige Bananenspinne im Bananenkarton. Nach Angaben einer Supermarktmitarbeiterin, habe sie die etwa drei Zentimeter große, auffällig gelbe Spinne beim Sortieren der Früchte gefunden. Zusammen mit ihren Kollegen habe sie die Spinne im Anschluss eingefangen und umgehend die Polizei alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt war den Mitarbeitern jedoch noch nicht bewusst, dass es sich um eine extrem gefährliche Spinnenart handelt. Auf Nachfrage der LZ erklärt Heiner Müller, Spinnensachverständiger des Zolls im Hamburger Hafen, dass es sich höchstwahrscheinliche um ein kleines Exemplar der sogenannten brasilianischen Wanderspinne handelt. Diese reagiert bei Störungen sehr aggressiv, wobei ihr Biss lebensgefährlich sein kann.

Nachdem ein Kammerjäger alle weiteren Bananenkisten durchsucht und keine weiteren Spinnen gefunden hat, konnten die Mitarbeiter des Marktes wieder aufatmen. Das gefundene Exemplar wurde zunächst an das Tierheim Lüneburg übergeben. Dort wird es jedoch nicht bleiben. Nach Angaben der Polizei Lüneburg habe ein Museum in Hannover bereits sein Interesse an der Spinne bekundet.

Ungebetener Gast im Supermarkt

Samstagmittag wurde im Supermarkt __________ von der Mitarbeiterin Frau Kamphausen eine Spinne entdeckt, während sie die Bananen auspackte. Daraufhin wurde die Polizei informiert und die Spinne eingefangen. Die vorläufige Identifizierung des Spinnensachverständigen des Zolls im Hamburger Hafen, Heiner Müller geht von einer brasilianischen Wanderspinne aus. Er gibt an, es sei zwar ein kleines Exemplar, aber brasilianische Wanderspinnen sind extrem giftig. Ein Biss könne lebensgefährlich werden und besonders auf Störungen reagieren diese Tiere sehr aggressiv. Solche ungebetenen Gäste verirren sich immer mal wieder in Supermärkte. Dies ist eine Folge von globalisiertem Handel. Im Falle eines ähnlichen Vorfalls sollte man Abstand halten und sofort die Feuerwehr verständigen. Am Samstag wurde das Tier direkt von Mitarbeitern eingefangen und von der Polizei dem örtlichen Tierheim übergeben. Dort befindet es sich nun mehrfach gesichert in einem Terrarium und wird nach Angaben des Polizei Sprechers Kai Richter eventuell an das Museum Hannover übergeben. Montag erfolgt die abschließende Identifizierung durch Herrn Müller. Der Supermarkt hat sicherheitshalber einen Kammerjäger gerufen, dieser konnte jedoch keine weiteren Exemplare finden. –ar

 

Anmerkungen zu allen Berichten. Teilweise „professionell“. Sinnvoll, manchmal zuerst die Meldung zu entwerfen, damit die Struktur klarer wird im ausführlicheren Bericht. Leadsatz (Einleitungssatz) als Überblick gebende Einleitung manchmal nicht genügend beachtet. Zeitformen dürfen durchaus variabel eingesetzt werden. Ausgangsbasis in Qualitätszeitung ist aber das Präteritum, nicht das Perfekt. Reportageeinschübe im Präsens durchaus auch denkbar. Auch wörtiliche Zitate. Aber beachten: Indirekte Rede nicht durchgehend benutzen. Sie ist immer ein Hinweis auf die Subjektivität einer Aussage und möglicherweise fehlenden Wahrheitsgehalt. Anreden wie „Herr“ oder „Frau“ entfallen meist im Bericht. In einigen Fällen: Schachtelsätze vermeiden. NI

„Missstände im Schweinestall“

19. April 2017

Übung an einem Fall aus der Praxis

Lüneburg. Zwischen Zivilcourage und Hausfriedensbruch: Eine Ortsansässige deckt den verwahrlosten Zustand des Stalles eines Schweinemastbauern auf und erstattet Anzeige. Während Tierschützer ihren Mut loben warnt der Bauernverband Nordostniedersachsen vor dem unbefugten Eindringen in fremden Privatbesitz.
Vergangenen Sonntag habe sich die junge Frau mit ihrem Fahrrad in der Nähe des Ortrandes ihres Dorfes aufgehalten, als sie ein Schwindel überkommt. Auf der Suche nach Hilfe dringt sie in den Stall des besagten Schweinemastbauern ein. Die Tür habe offen gestanden. Drinnen habe sich ihr der verheerende Lebenszustand der Tiere eröffnet. Mittels einer Kamera und einer Taschenlampe filmt die Frau das Innere des Stalles. Auf dem Video sieht man Schweinekadaver, zwischen ihnen lebendige Tiere, manche sind verletzt: „Hier werden lebende Schweine mit Toten gemischt.“

Kurz darauf informiert sie die Polizei Lüneburg. Als diese noch am selben Tag Beamte zum Ort des Vorfalls schickt, können diese jedoch nichts feststellen. Folgend nimmt die Polizei erneut Kontakt mit der Frau auf. Diese erstattet Anzeige gegen den Landwirt. Es kommt zu einer weiteren Kontrolle des Stalles, als dessen Ergebnis die Polizei das Veterinäramt informiert. Der Landwirt selbst will sich zu diesem Fall nicht äußern, räumte im Gespräch mit der Polizei jedoch den Tod einiger Tiere ein.

Pressesprecherin des Landkreises (Veterinäramt) Katrin Holzmann bestätigt den Verstoß des Landwirtes gegen die Bestimmungen des Tierschutzes. Auf Rat der Amtstierärztin ordnet das Veterinäramt Maßnahmen zum Tierschutz an, deren Umsetzung stetig überprüft werden sollen. Ob seitens des Amtes ein Strafverfahren eingeleitet wird ist noch offen.

Der Fall steht im Zentrum einer weitläufigen Grundsatzdiskussion: Inwiefern heiligt der Zweck die Mittel? Ist es rechtens unbefugter Weise in den Privatbereich eines fremden einzudringen, wenn es im Sinne Tierschutzes steht?
Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen Tierschutzbund, fordert juristischen Fortschritt. Tierquälerei werde wie ein „Kinderstreich“ abgetan, sodass Sühne und Präventionsfunktion ausblieben. Als einen erschwerenden Faktor nennt Ruhnke unter anderem „mangelnde Zivilcourage“.

Ihm gegenüber steht Thorsten Riggert, Schweinehalter und Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. „Außenstehende“ könnten das tatsächliche Geschehen nicht einschätzen, dazu fehlten ihnen unter anderem Kenntnisse über die Gesamtanzahl an Tieren, die der Landwirt hält. Das Handeln der jungen Frau entspreche einem Einbruch. An Stelle von Selbstjustiz regt Thorsten Riggert dazu an „Recht und Ordnung“ den Behörden zu überlassen.

Wie das Gericht den Fall bewertet bleibt offen. Fest steht, dass der Tierschützerin, sowie dem Landwirt eine Geldstrafe und im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe droht.

A.v.A

Zustände unter aller Sau

11. April 2017

Mechtersen, 3. April (kel) Eine junge Frau aus Mechtersen entdeckte in einem Schweinestall in Dachtmissen hanebüchene Zustände. Tote Schweine hausten dort mit lebendigen zusammen, teils waren auch diese verletzt. Sie hielt ihren Eindruck in einem Video fest und wandte sich an Presse und Polizei. Der Grund, warum die Frau in den Stall ging ist umstritten. Ihren Angaben nach hatte sie eine Schwindelattacke auf dem Heimweg versucht, auf dem Hof Hilfe zu suchen. Die Polizei ermittelte sofort. Der Landwirt räumte den Tod der Schweine ein – der Fall wird weiterhin vom Veterinäramt verfolgt. Lena Milnikel

 

3. April 2017

Zeitungsleser Weltentdecker 10. Durchgang 2017

 

 

 

Erste Seminarsitzung 4. April 2016

4. April 2016

2016Am 4. April 2016 haben sich die neuen Studierenden mit den Zielen und der Organisation des Projekts vertraut gemacht. Dabei wurden auch eigene Erfahrungen mit dem „Stillen Lesen“ und dem „Lesetagebuch“ als Grundlagen des Unterrichts mit der Zeitung gemacht.

Es werden 19 Klassen aus Lüneburg und Umgebung beim diesjährigen Projektdurchgang mitmachen.

 

Zeitungsberichte der 7c der Hauptschule Stadtmitte

9. Juni 2014

Kind nach dem Unfall im Koma

Am Montagmorgen hat ein Motorradfahrer auf der Autobahn die Kontrolle verloren. Er fuhr in ein Auto rein. Im Auto waren eine Frau (30 Jahre) und ein Kind (3 Jahre). Es war ein sehr tragischer Unfall. Das 3 Jahre alte Kind wurde mit dessen Mutter mit den Krankenwagen abgeholt. Die Mutter ist schwer verletzt. Das Kind liegt noch immer im Koma. Der Motorradfahrer ist noch am Unfallort gestorben.